Anamnesebogen datenschutz Muster

Bei der Praxisorganisation sollten Sie auf eine datenschutzkonform gestalten. Wir wollen Ihr Augenmerk hierfür auf vier Schwerpunktebereiche lenken: Patienten haben ein Recht darauf, dass ihre Daten datenschutzkonform vernichtet werden, wenn diese nicht mehr gebraucht werden. Über die Aufbewahrungsfristen, die für die Aufbewahrung und somit auch die Löschung von Daten und Unterlagen in der Praxis gelten, haben wir ein Merkblatt erstellt. Die datenschutzrechtliche Zulässigkeit von Anamnesebögen beurteilt sich nach dessen Inhalt und Verwendung. Kein Argument für die Datenschutzverträglichkeit ist die Tatsache, dass die Bögen als Vordruck im Handel erhältlich sind. Ebenfalls unerheblich ist, dass ein Bogen schon immer in dieser Form in der Praxis eingesetzt wurde. Zu Beginn eines Behandlungsverhältnisses werden Patienten in der Regel von dem Personal der aufgesuchten Praxis um eine Reihe von Informationen und Erklärungen gebeten. Dies geschieht, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Dauer und die Intensität der medizinischen Betreuung für keinen der Beteiligten verlässlich fest stehen. Beispiele hierfür sind Anamnesebögen, Fragen zum Versicherungsstatus und zum Vorliegen einer Privatinsolvenz oder die Einholung von Bonitätsauskünften. Sobald die Praxis im Zusammenhang mit einer anstehenden ärztlichen Behandlung Informationen über den Patienten einholt, stellt dies datenschutzrechtlich eine Datenerhebung dar. Dabei ist unerheblich, ob die Angaben medizinische oder sonstige Inhalte betreffen.

Maßstab für die Zulässigkeit der Datenerhebung sind bei niedergelassenen Ärzten oder Psychotherapeuten die Art. 9 DS-GVO, § 22 BDSG und 630c Abs. 1 BGB. Folgende Fragen können Sie beim Check-up unterstützen, ob Ihre Praxisorganisation datenschutzkonform gestaltet ist: Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) und das neugefasste Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sind ab 25. Mai 2018 geltendes nationales Recht. Für Ärzte und Psychotherapeuten bedeutet das, dass sie nunmehr nachweisen müssen, dass und wie sie den Datenschutz in der Praxis einhalten. Unsere Praxisinformationen beschreiben detailliert und praktisch, wie Sie die neuen Vorgaben korrekt umsetzen. Eine Videoüberwachung in einer Zahnarztpraxis ist generell nicht zulässig. Wenn in besonderen Einzelfällen eine Videoüberwachung gewünscht ist, so hat der verantwortliche Praxisinhaber darzulegen, warum sein Interesse an der Videoüberwachung die Interessen der gefilmten Personen, von einer Videoüberwachung verschont zu bleiben, überwiegen. Es bedarf somit eines konkreten und nachvollziehbaren Bedürfnisses an dieser Videoüberwachung.Eine abstrakte Schilderung der Gefahr von Einbrüchen wird dafür nicht ausreichen, da diese Gefahr nicht spezifisch nur die Zahnarztpraxis betrifft.

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